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Website-Marketing

Content is King!
(und der Verleger ist „King of Content“)

Das Internet ist verspielt, experimentierfreudig und kommunikativ – aber der Erfolg hat andere Quellen: 
Nutzwerte, aktuelle Inhalte – und davon jede Menge!  
Den flüchtigen Surfer auf der eigenen Web-Site festhalten - das gelingt nur mit interessanten, tief gestaffelten Inhalten. Content is King! Das zweite und wichtigste der “Hohen C”. 
Nutzwerte Informationen
Die überwältigende Mehrzahl der Online-Nutzer ist auf der Suche nach nützlichen Informationen (da sind sich alle Online-Studien einmal einig!).
Relevante, nutzwerte Inhalte sind aber gerade das, was die Verlage  allen anderen Online-Konkurrenten voraus haben – und aus Angst vor „Kannibalisierung“ so wenig nutzen. 
Und während die Verlage noch zögern, stoßen selbst die Agenturen, kaum haben sie gelernt mit dem Medium Internet umzugehen, in die Lücke und werden zu Content-Anbietern.
Was nun "nutzwerter" Content ist entscheidet sich natürlich von Fall zu Fall. 
Eine Web-Site, die vom Online-Verkauf von Vogelfutter (um bei diesem Beispiel zu bleiben) lebt, muss Informationen über die natürlichen Freßgewohnheiten und Nahrungsbestandteile der Vogelarten liefern (Datenbank, tabellarische Übersichten), muss beschreiben, wie diese sich im Futter für die Käfighaltung wiederfinden, und - insgesamt - dem zögernden Käufer das Gefühl geben, hier von (nachprüfbar) kompetenten Fachleuten bedient zu werden. Dann fasst er sich ein Herz und schickt auch den Warenkorb, den er voller Zweifel gefüllt hat, wirklich ab (während nachweislich 80 Prozent der Shop-Besucher online den Kaufvorgang vorher abbrechen!)
Auf einer Business-to-Business-Plattform zum gleichen Thema (Vogelfutter-Hersteller, Zulieferer, Händler) sähe nutzwerter Content völlig anders aus, wäre eher präzise Beschreibungen der Produktbestandteile, Hintergründe und Zertifikate aus den Rohstoff-exportierenden Ländern, Branchen- und Firmeninformationen, Infos über Marketing-Instrumente für einzelne Produkte etc.
Technische Voraussetzungen
Viele Versuche, vorhandene Inhalte ins Netz zu transportieren, scheitern schon im Ansatz an den unzureichenden technischen Voraussetzungen bzw. der Kenntnis der verfügbaren Tools.
Da dieses Problem kein Verlags-spezifisches  ist, sondern alle „Web-Publisher“ unterschiedlicher Herkunft und Couleur - bis hin zu den unternehmensinternen Publikationen (Intranet) - trifft, hat sich inzwischen eine boomende „Content-Management-Industrie“ herausgebildet – Software-Schmieden, die ihre Produkte unter immer neuen phantasievollen Begriffen wie Content Management Systems (CMS, der Begriff setzt sich durch), Knowledge Database Management, oder gar Digital Asset Management (oder schlichter: Online-Redaktions-Systeme) anbieten. 
Für den Verlag ist das entscheidende Kriterium: Mit welchem Aufwand, personell und finanziell, erreichen wir unser Idealziel des „medienneutralen Publizierens“ (Neudeutsch: Crossmedia Publishing) und Verbreitens und damit die ökonomischste (Mehrfach-)Verwertung unserer vorhandenen Kernkompetenzen.
Content im Hyper-Medium
Online-Content aber hat auch inhaltlich eine andere Qualität als Offline publizierte Bücher oder Artikel. Das gilt für die Aufbereitung von Inhalten für die völlig unterschiedlichen  Nutzungsgewohnheiten der Netizen und bedeutet die Umwandlung eines Textes in einen Hypertext (daher die Notwendigkeit, geschulte Online-Redakteure einzusetzen). 
Das betrifft aber durchaus auch die Art der Inhalte selbst. Datenbanken kommen einem dabei natürlich sofort in den Sinn, oder alle Inhalte, deren besonderer Nutzen auf  assoziativen Verknüpfungen und Verweisen gründet.
Da lohnt sich dann für viele online publizierende Unternehmen und Verlage auch ein Blick auf die bisher nur intern verfügbaren „Inhalte“ und Daten, seien es redaktionelle Referenz- und Hintergrund-Daten oder die Kunden- und Potential-Dateien von Vertrieb und Anzeigenabteilung. 
Vieles davon ist im Internet als Content und Service (ggf. im geschlossenen Bereich) publizierbar und wertet den Nutzen der Web-Site für Kunden und Geschäftspartner deutlich auf. Ein heikles Thema natürlich, aber kein Tabu.
Webnapping und Content-Syndication
Zusätzlich zu den eigenen Inhalten – und wenn die nicht ausreichen – bietet das Internet eine überwältigende Fülle von Informationen und Dienstleistungen, die sich der Web-Site-Betreiber, ob Unternehmen oder sogar der Verlag per “Webnapping” oder hier: “Contentnapping” direkt aus dem Netz auf die eigene Site ziehen kann ohne Copyright-Verletzungen fürchten zu müssen.
Content-Syndication, die Zweitverwertung über den Verkauf an andere, direkt oder über eine Marktplatz-Plattform (hier schlagen derzeit die Hype-Wellen besonders hoch: allein in diesem Jahr wurden bisher fast ein Dutzend solcher Marktplätze gegründet oder aus USA importiert), steckt ebenfalls noch in den Kinderschuhen. Auch hier sind wieder Verlage eher in der Nachhut zu finden, während andere mit gut gemachten Content-Börsen den Markt besetzen.
Content for Profiling
Für das Marketing hat Content neben der "eService" und User-Bindung eine weitere, wichtige Funktion: Die Möglichkeit, mit differenzierten Inhaltsangeboten den Besuchern ihre Neigungen und Vorlieben zu entlocken (User-Tracking und User-Profiling). 
Je nachdem, für welche Informations-Angebote er sich entscheidet, am besten durch ein Online-Abonnement oder die Mitgliedschaft in einer "Community", ordnet den Besucher einer bestimmten Kategorie, einem bestimmten Profil zu, das zusammen mit seinen, bei der Registrierung abgefragten,  "demographischen" Daten, wie Alter, Geschlecht, Wohnort(grösse) etc., eine gezielte - werbliche - Ansprachen möglich macht. 
(Mehr dazu unter --> Datenbanken und  Email-Database )

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