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Spezial-Suchmaschinen ("vertikale" Suchmaschinen)

Damit sind einmal die Ausdifferenzierungen aus den Suchmaschinen gemeint mit bestimmten Aufgabestellungen, z.B. die Suche nach Bildern, Videos oder Tönen im Internet (Beispiel: Google Bildsuche, AllTheWeb Multimedia Suche, Altavista Multimediasuche).   
Eine zweite Variante sind die Spezial-Suchmachinen, die auf den Indices der großen allgemeinen Suchmaschinen (vor allem Google) aufsetzen und hier entweder ausschließlich oder zusätzlich spezielle Suchfunktonen ausüben. Ein Beispiel aus 2004: Die neue Amazon Suchmaschine http://www.a9.com .
Zum anderen gibt es aber eine immer stärkere Tendenz zum gezielten Einsatz von Spidern mit ganz begrenzten "Themenstellungen" vor allem im Rahmen von Portal-Strategien. 
Die Bedeutung der Spezial- oder "vertikalen"  Suchmaschinen bzw. Spezialkataloge nimmt ständig zu mit der exponentiell wachsenden Zahl und damit der Unübersichtlichkeit der Fundstellen in den allgemeinen Suchmaschinen und der gleichzeitig wachsenden "Suchintelligenz" der Internet-Nutzer. (Belege dafür z.B. hier).

News, Sounds, Videos, Shops – Suche in Internet-Segmenten

Am bekanntesten sind hier wohl
  • die News-Suchmaschinen, die es zu Dutzenden sowohl als
    • Erweiterungen der allgemeinen Suchmaschinen-Angebote (Beispiel: Google-News) als auch als
    • Selbstständige Spezial-Suchmaschine (Beispiele: Daypop, RocketInfo, für deutsche Artikelsuche: Paperazzi, Paperball) als auch in Form der
    • News-Aggregators, Such- und Lese-Instrument für die sich rasend schnell ausbreitenden Weblogs, RSS-Feeds, XML-Feeds etc. Beispiele: Technorati, NewIsFree
    • Im weitesten Sinne auch ie Newsgroup-Suchmaschinen wie Google Groups und MSN Netscan 
  • die MP3-Suchmaschinen, die zunächst einmal nichts anderes tun, als MP3 Audio-Files im Web aufzuspüren und zu indizieren, oder eine Sound-Spezial-Suchmaschine wie Singingfish, bis hin zu Versuchen, Melodien im Internet durch Vorsingen (!) zu finden.
  • Andere Beispiele: die Auktionssuchmaschine Atat.de, die Wissenschafts-Suchmaschinen Scirus.com und vascoda.de, die News- und Blog-Suchmaschine Daypop.com stellvertretend für z.T. Dutzende von Vertretern in diesen Kategorien, und Blogdex als Weblog-Spezialsuchmaschine mit Ranking nach "Popularität", die Karten-Suchmaschine von National Geographic etc., etc
Die Klasse mit der größten Wachstumsrate sind derzeit die Shop- und Auktions-Suchmaschinen à la  Froogle.com  und Shopping.com. Kein Wunder, dass sich die Suchmaschinen, die derzeit den „Kampf der Giganten“ unter sich ausmachen, jeweils eine Shop-Spezial-Suchmaschine betreiben (wollen). Google hat mit dem letzten Relaunch seiner Froogle-Maschine erhebliche zusätzlichen Prominenz zugebilligt (auch in den regulären Ergebnislisten tauchen jetzt Froogle-Ergebnisse auf) und Yahoo! übernimmt in diesen Tagen die europäische Top-Shop-Such- und Preisvergleichs-Suchmaschinen Kelkoo
Auch hier bilden sich immer neue  Hybridformen aus Robot- und Redaktions-getriebenen Suchmaschinen für immer neue Spezial-Suchen, Beispiel: Die Musiksuchmaschine Music-United.com, in der mit Hilfe von redaktionellen Eingriffen auch Musik nach „Stimmungslagen“ gefunden werden kann. 

All Business is Local

Ein weiterer Bereich in schneller Entwicklung, ein weiterer Internet-Spezial-Aspekt, ist die lokale Suche. Hier wachsen derzeit Entwicklungen  der großen Suchmaschinen mit den Interessen und Planungen der traditionellen lokalen (Print-) „Suchdienste-Anbieter“, den Gelben Seiten, und den geographischen Suchen in Kartenform zu einem lokalen Suchdienst zusammen. 
Überflüssig zu erwähnen, dass auch hier Google mit LocalGoogle  vorn mitmischt. Und selbstverständlich hat sofort auch Yahoo! mit SmartView unter Yahoo! Maps nachgezogen. Hier sollen die Ouverture PpC-Ergebnisse mit lokalem Bezug paltziert werden.
Wann diese „Labor-Programme“ auch Deutschland erreichen, steht allerdings in den Sternen.

Themen- und Community-Suchmaschinen

Tatsächlich wird sich keine Website in Zukunft  "Branchen-" oder "Nischen-Portal" nennen dürfen, die nicht mit Hilfe intelligenter Such-Agenten, gesteuert und ergänzt durch kundige Redaktionen, nur die relevanten Teile des Internet nach Fachinhalten systematisch absucht und dabei auch auf Online-Datenbanken zugreift, die den allgemeinen Suchmaschinen in der Regel verschlossen sind. 
Zwei ganz unterschiedliche Beispiele solcher Anwendungen in dicht besetzten Fachgebieten sind "Rechts-Portale" und Medizin-Portale wie das Deutsche Medizin Forum, die umfassende Literatursuche bei DIMDI oder die Medizin-Suchmaschine  Gateway, die „nur“ in den Systemen der U.S. National Library of Medicine sucht.
Solche auf Einzelthemen spezialisierte Suchmaschinen, die ausschließlich  thematisch abgegrenzte Bereiche des Internet durchforsten und dort auch Dokumente aus dem „Invisible Web“ finden, gibt es inzwischen praktisch für jedes Fachgebiet. Ein beliebiges Beispiel: Die Umwelt-Suchmaschine von bund und Ländern GEIN. 
Schließlich gibt es noch Spezial-Suchmaschinen, die sich auf  Formate konzentrieren, die ansonsten für Suchmaschinen nicht zugänglich sind:
·         Suchmaschinen für das schon erwähnte „Invisible Web“ (Beispiel: BrigthPlanet)
·         Suchmaschinen für das Syndication-Format RSS und die daraus erwachsene Flut von Weblogs und Newsfeeds. (Beispiel: Feedster)
·         Die Fähigkeit, dynamisch erzeugte Inhalte (aus Datenbanken, in Chat-Rooms, in anderen interaktiven Anwendungen wie Auktionen, oder per Streaming Techologie, z.B. Real-Video) zu finden, zu speichern und für die Suche praktisch in Echtzeit zur Verfügung zu stellen, ist das Ziel von Entwicklungen, die derzeit im Probeeinsatz sind. Beispiele zeigt etwa eNow.com.

Das Beste aus beiden Welten?

Seit einiger Zeit versuchen die "echten", "allgemeinen" oder "horizontalen" Suchmaschine, immer mehr Spezial-Such-Features für "Tiefenbohrungen" mit einzubauen. Sehr anschaulich in einem (inoffiziellen) Entwurf für eine künftige Google-Eingangsseite im Jahr 2005 (aus www.searchenginewatch.com):
Im wesentlichen drei Strategien können dabei beobachtet werden. 
  1. Kombinationen von horizontalen und vertikalen Suchmaschinen (ähnlich der Integration von Web-Katalogen) – Beispiel die News-Suche von Google, AllTheWeb u.a..
  2. Die Suche wird vorab, also bevor der Suchmaschinen-Index überhaupt angesteuert wird, mit allerlei Hilfsmitteln, Theasauri, Such-Phrasen-Datenbanken etc. so verfeinert, dass die Suche in die Tiefe des so eingekreisten Themas mit weit größerer Wahrscheinlichkeit zu relevanten (!) Ergebnissen führt, weil hier von Anfang an nur die Quellen im Internet und vor allem die spezialisierten Datenbanken angezapft werden, die über die "richtigen" Inhalte verfügen.
  3. Das Gleiche soll mit dem sog. Clustering erreicht werden: Die „Suche in der Suche“. Zusammenfassungen der Ergebnisse einer ersten Such-Runde unter bestimmten Themen, die aus der Inhaltsanalyse der gefunden Seiten gewonnen werden. Diese „Cluster“ sind dann wiederum Asusgangsbasis für weitere Suchen „in die Tiefe“. – Diese „Clustering“-Technik kann natürlich auch bei Spezialsuchen nur in bestimmten Bereichen oder Datenbanken angewendet werden. Beispiel aus der Medizin: Clustermed.

Landkarten für Augenmenschen

Visualisierung ist seit je ein Online-Thema und mit der zunehmenden Breitband-Kommunikation werden auch immer raffinierte graphische Darstellungen der Such-Prozesse und Such-Ergebnisse möglich, mit denen die „Bedeutungs-Cluster“ sinnfällig dargestellt und das „Bohren“ in die Tiefe, DataMining, erleichtert wird. (Auf die visuelle Suchmaschine Kartoo haben wir schon hingewiesen; faszinierend die graphische Darstellungen der „Community“-Verknüpfungen im Internet auf Basis des Google-Index bei TouchGraph oder sehr viel hübscher bei Grokker. „Such-Landkarten auf Basis von ODP: Maps.net) 
 

Jenseits der Worte: Geräusche, Zeichnungen etc. als Input

Auch die graphischen Suchmaschinen brauchen geschriebene Wörter als Such-Input und suchen nach Wörtern, deren Beziehung im Netz sie nur graphisch darstellen.
Das muss nicht sein! Möglicherweise produzierten Töne als Such-Input bessere Ergebnisse bei der Suche nach Musik, Zeichnungen und Farbzusammenstellungen bei der Suche nach graphischen Objekten etc. etc. 
Genau daran wird denn auch seit Jahren gearbeitet - und erste Erfolge sind im Internet zu besichtigen:
Spracheingaben sind längst möglich.
Die Sound-Suchmaschinen, der man etwas vorpfeifen kann, ist im Test.
Jetzt haben Wissenschaftler an der Purdue-Universität in USA eine Suchmaschine entwickelt, die 3-D-Objekte als Eingabe akzeptiert und nach vergelichbaren Formen im Internet sucht.

Grenzüberschreitungen: Lernende Suchmaschinen – Individualisierung, Personalisierung

Gänzlich scheinen sich die Grenzen zu verwischen bei den neuen Versuchen von "Suchmaschinen der 3. Generation", ausgewählte Bereiche des "Deep" oder "Invisible Web", Datenbanken und dynamische Sites, die von den "normalen" Suchmaschinen nicht erreicht werden, in die Suche einzubeziehen. Aktuelles Beispiel: ProFusion, von der Software-Schmiede Intelliseek. 
Hier werden die Suchenden bei ihrer Suche in die Breite des Web „beobachtet“ und durch gezielte Hinweise in eine thematische, vertikale Suche "hineingelockt". Die Suchmaschine identifiziert ein "Thema" aus dem Suchverhalten des Anwenders und schlägt dem Suchenden die weiterführende Suche in den spezialisierten Indizes und Datenbanken vor.
Etwas weniger anspruchsvoll aber in gleicher Absicht: Profil-basierte Suche. Beispiel: Wenn ich mich als Computer-Freak geoutet habe (mein Profil hinterlegt), bekomme ich bei der Eingabe des Suchworts „Maus“ wirklich nur Computer-Mäuse präsentiert, während mein Nachbar, der Biologe, lebende Mäuse in den Ergebnislisten vorfindet. 
Individualisierung und Personalisierung stehen derzeit bei den führenden Suchmaschinen auf der Tagesordnung.  Die einschränkende Suche in vorab definierten Themenfeldern oder aufgrund von „erkannten“ Präferenzen bei vorherigen Suchen werden zunehmend als Dienstleistung der führenden Suchmaschinen angeboten werden. Damit werden die allgemeinen auch und gleichzeitig zu Spezial-Suchmaschinen.   
Einen erheblichen "Personalisierungs-Vorsprung" haben natürlich die Portale wie Yahoo!, AOL, MSN etc. oder spezieller Amazon mit seinen automatisch genereierten Cross-Selling-Angeboten auf der Grundlage von Verhaltns-/Kauf.-Historein und ihrem Vergleich, die über Millionen von Nutzerprofilen bereits verfügen und diese für ihre Suchmaschinen-Funktionen "ausbeuten" können. Kein Wunder also, dass sowohl Yahoo! mit seiner neuen Suchmaschine, als auch MSN mit seiner noch im Ansatz steckenden Suchmaschine entsprechende Personalisierung-Dienste für 2004 angekündigt haben.
Aber auch hier hat Google die Nase vorn mit seiner noch im „Labor“ getesteten personalisierten, Profil-basierten Suche. Etabliert, wenn auch noch im Test, die ausserordentlich hilfreiche „Alert“-Funktion per E-mail, mit der man mühelos den Teil des Internets „im Auge behalten kann“, für den man sich – vor allem als Optimierer – gerade interessiert.
Mit einem völlig anderen Ansatz hat IBM`s „Brain Trust“ in Almaden, Kalifornien, kürzlich einen Schritt in diese Richtung getan mit dem Projekt „WebFountain“, dem Versuch, der unstrukturierten Masse aller Texte jeder Herkunft im Internet quasi automatisch eine recherchierbare Struktur mit eindeutigen „Bedeutungen“ zu verpassen.
 WebFountain 
Eine eher noch verspielte Form der personalisierten Suche mit einer „lernenden“ Suchmaschine, die aber das Potential bereits andeutet ist Eurekster.   

Ein eigener Internet-Spürhund für jedermann

Im Prinzip – sozusagen die Kehrseite der gigantischen IBM-WebFountain Maschine - allerdings ist es durchaus denkbar (wie oben erwähnt zum Thema „Suchagenten“), dass sich jeder Internet-Nutzer neben seinem Hund, seiner Katze und seinem Goldhamster auch seinen ganz persönlichen Internet-Suchhund hält, einen Agenten, der ganz und gar auf seine Bedürfnisse, Horizonte und Suchgewohnheiten „dressiert ist“.
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